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Wie ist die Arbeit mit den Engeln einzuordnen? |
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Meine Bücher sind für Menschen bestimmt, die für
christliche Mystik offen sind. Moderne Mystik unterscheidet sich von
Theologie, Esoterik und Wissenschaft, umfaßt aber Elemente aller drei
Bereiche. |
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Das schließt nicht aus, daß die Engel zu wissenschaftlichen Fragen Stellung nehmen. Die Erkenntnisse z.B. der Astronomie, der Evolutionslehre, der Genforschung, der Tiefenpsychologie oder der Hirnforschung sind den Engeln vertraut, wie wir oft mit Erstaunen feststellten. Doch die Engel erläuterten, daß die entscheidenden Einfälle der Forscher und Entdecker oftmals auf Inspirationen zurückgehen. In der modernen Welt sind wir nicht weniger von Fügungen und Inspirationen begleitet als in früheren Zeiten, wir sind uns dessen nur weniger bewußt. Die Engel fügten ihre Äußerungen meist in den weltbildlichen Verständnishorizont der Zeit ein und korrigierten ihn nicht, wissend, daß er nur ein vorläufiger ist. Lesen wir Heutigen z.B. das Buch Scivias - Wisse die Wege - der Hildegard von Bingen, so mag uns befremden, daß es die damaligen kosmologischen Vorstellungen einfach voraussetzt. Mystik hat aber nicht die Aufgabe, die Erkenntnisse vorwegzunehmen, die die Forschung erst noch zu erarbeiten hat. Die Wissenschaften haben zwar viele antike und mittelalterliche Weltvorstellungen revolutioniert, gerade damit aber die weltbildlichen Grundfragen neu gestellt. Deshalb können sich die Engel nicht mehr mit kurzen, aufrüttelnden Mahnungen und Warnungen begnügen. Es bedarf auch ausführlicher Darlegungen, die auf Fragen eingehen und vieles von Grund auf neu erklären. Moderne Mystik ist Aufklärung über den Bereich, der den Methoden der Wissenschaften von vornherein nicht zugänglich ist, z.B. Fragen nach dem Woher und Wohin des Ganzen und nach dem Sinn unseres Daseins (s. z.B. Die Engel geben Antwort auf Fragen nach dem Sinn des Lebens, 2002). Da begnügen wir uns damit, daß ihre Aussagen plausibel, wahrscheinlich und widerspruchsfrei sind, einen hohen Erklärungswert für die tatsächlichen Gegebenheiten haben, sich der Tradition der großen Weisheitsliteratur zwanglos anfügen und durch die wissenschaftlichen Forschung in keinem Punkt in Frage gestellt sind. Es gibt Wissenschaftler, die in diesen Bereich übergreifen, indem sie weltbildliche Schlußfolgerungen ziehen, die sich aus den ermittelten Tatsachen in Wirklichkeit gar nicht ergeben. (Beispiele erörtert Martin Kriele in: Gott und die Vernunft - Kann ein vernünftiger Mensch ungläubig sein? 2008). Doch da handelt es sich nicht um Wissenschaft, sondern um Weltanschauung. Abweichende Vorstellungen solcher Art sind zwar zu respektieren, aber für uns kein Gegenbeweis. Die weltbildlichen Grundfragen lassen sich durch philosophische oder
theologische Spekulationen nicht klären. Für Atheisten und Skeptiker
erledigen sich diese Fragen, indem sie sie einfach nicht mehr stellen
und sich auf das wissenschaftlich Erkennbare beschränken. Sie meinen
entweder, die Welt auf diese Weise verstanden zu haben, oder sie finden
sich damit ab, daß sie nicht verstehbar sei. Die von ihnen beherrschte
"Moderne" hat mehr Wissen erlangt als je zuvor, aber den Weg zur
Weisheit verloren. |
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